Schnee ……und Nebel…..in der Zentralschweiz

Nebel am Pilatus
Langsam kriecht er höher….
Der Sataffelhöhenweg führt oberhalb der Seebodenalp nach Rigi Staffel.Rigi , königin der Berge bei Küssnacht
Irgendwo daunten ist der Vierwaldstätter See. In Köln hab ich immer gedacht ,wenn ich  auf den Dom kletter dann kom ich über den Nebel…hat leider nicht geklappt.Hier in der Zentralschweiz hat es im Winter auch sehr oft Nebel und es ist grau und kalt.Aber hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten zu Fuss , mit den Bähnchen oder im Herbst noch mit dem Bike über den Nebel zu kommen. Oberhalb des Nebels scheint die Sonne und es gibt fantastische Bilder.                     
Von der Alggi Alp (1650m) kommend zurück in den Nebel

 

 

2017 ende Januar.Mittlerweile hat es sehr viel Schnee und es ist ziemlich kalt. Da kann sich kein Schneesportler mehr beklagen! Das Bild ist auf dem Weg von der seebodenalp zur Rigi hoch aufgenommen.Unterwegs mit  Schneeschuhen                                           

On Tour….mit Rotkäpchen und was sonst noch so geht…

Das Motorrad an sich ist ja nicht nur ein Gefährt um damit die Kurven der Strasse zu erforschen.Damit geht noch viel mehr!

20160318_145233

Das Motorrad an sich ist das Hobbytransportmittel für Gerätschaften weiterer Hobby`s.Wie ich mein Velo am besten damit transportiere steht noch aus….

Die Entwicklung dieses Plans gestaltete sich dann doch etwas schwieriger,so das ich zu einer Alternative greifen musste…:

20150415_095329

andere haben Kinder,ich habe Transportmittel;-)

über mich….

Eines Morgens bin ich aufgewacht und war 50.Auch an dem Tag habe ich wie schon am 20ten, 30sten und 40sten darauf gewartet das die Welt untergeht….aber Nostradamus hat wohl besseres zu tun,als sich mit jedem einzelnen zu beschäftigen.Zum Glück,wär ja auch zu blöd wenn es plötzlich keine Welt und somit keine Strassen mehr gäbe.Wo soll ich denn dann meine Hobbys betreiben?!?!!!
2010 hab ich ein Jahr unbezahlten Urlaub genommen und bin da, alle anderen Pläne an der Bürokratie und sprachlichen Hürden gescheitert sind ,in der Schweiz gelandet.Wobei das mit der Sprache ja so eine Sache ist….an meinem ersten Arbeitstag im Spital in Samedan(Oberengadin) hab ich gedacht nur Chinesisch kann noch schwieriger sein!Nur der Geduld meiner Kollegen und deren guter Wille Hochdeutsch zu reden war es zu verdanken das ich nicht völlig verzweifelte.
Aus dem Jahr unbezahlten Urlaub ist mittlerweile eine C-Bewilligung und ein Wohnsitz in Luzern geworden.Die Schweiz, ein ganz bestimmter Schweizer und Ihre Natur haben mich so fasziniert und begeistert das ich einfach nicht mehr hier weg komme!20150928_132513
Als Kranke Schwester ist es natürlich auch einfach sich in der Welt oder eben in der Schweiz rum zu treiben.Einen Jop findet man schnell.Der Pflegenotstand hat halt auch ,zumindstens in der Beziehung ,seine Vorteile.
Da es ja eine Seite über Hobbys und deren Möglichkeiten werden soll,sollte ich vieleicht noch erwähnen welche Hobbys das sind.
Da ist als erstes mal das Reisen.Da Motorrad fahren ebenfalls ein Hobby ist,nimmt die Kombination Reisen und Motorrad natürlich einen sehr grossen Stellenwert hier ein.20150928_143819
In der Schweiz habe ich noch meine Leidenschaft für`s Velofahren entdeckt.Nicht wie die Cracks mit dem Mountainbike über Stock und Stein die Berge hoch und runter,aber die Berge hoch und runter über Wald-oder asphaltierte Strassen darf es schon sein.Durch das nächste Hobby,das geocachen entdecke ich immer wieder schöne und schönere Fleckchen.20151010_161817
Auch der Laufsport hat mich sehr lange intensiv in seinen Bann gezogen.Mittlerweile gebe ich dem Velo jedoch den Vorzug. Der ein oder andere Marathon war auch dabei,aber das Training ist mir mittlerweile zu Zeitaufwändig und ganz ehrlich?!auch zu anstrengend geworden.
In der letzten Wintersaison durfte ich meine ersten Erfahrungen mit Schneeschuhen machen.Und ich bin sicher,da bleib ich dran.Auch das ist ein Hobby wo man die Bergwelt intensiv erkunden kann und für anstrengende Aufstiege mit fantastischen Ausblicken belohnt wird
20160307_151350

.

Sansibar

…..eine Insel im indischen Ozean die zu Tansania gehört. 2015 im Februar durfte ich die Insel besuchen und geniessen:

20150208_142146

Wenn Träume wahr werden, holt man sich verbrannte Füsse….

Die Insel ist so wie ich mir immer weissen Sand und türkises Meer vorgestellt habe. Mit 2654 Quadrat km ist sie nicht sehr gross,hat dafür aber enorm viel zu bieten.

Fischereihafen Stonetown

Der Fischerhafen von Stonetown.Von Jambiani Beach :

20150208_094432

 

aus hab ich mit Fahrrad:

20150212_170910

 

 

 

 

20150211_135939

und mit dem Motorrad

 

 

die ganze Insel erkundet.

http://www.jambiani.net/de/11_bike.htm

Der Sand ist so feste dass man super mit dem Fahrrad drüber fahren kann.Die Hauptachsen sind asphaltiert und alles andere sind unbefestigt Strassen. Ausser die auch Touristisch erschlossenen Gebiete, die sind dann wieder asphaltiert.
An den Linksverkehr gewöhnt man sich eigentlich schnell.
Mit dem Fahrrad bin ich zum Beispiel in den 15 km entfernten Jozani Chwaka Bay National Park geradelt.Bei knappen 40 Grad eine ganz schön durstige Angelegenheit.
Dieser Park hat aber einiges zu bieten. Regenwald und Mangrovengebiete …und als Einwohner die barunen und weissen Colobose(Stummelaffen.) Daneben Schlangen Schmetterlinge und eine Vielzahl von Vögeln.Auch die vom Aussterben bedrohte Sansibar Servalkatze

20150209_105836
Der Park

20150209_113233

/>20150209_114308
Colobose

20150209_121509
Mangroven

Ein Tagesausflug ging mit der gemieteten 250er an die Nordspitze der Insel nach Nungwi. Hier ein paar Bilder die für sich sprechen:

20150209_162519
Baobab

20150211_141655

Nungwi

20150211_131324
Mnarani Marine Turtles Conservation Pond. Eine Aufzuchtstation für Schildkröten.Hier erhält man viele Informationen,es ist toll die Schildkröten zu sehen und einen guten Zweck unterstützt man mit seinem Besuch auch noch.

Am nächste Tag ging es mit dem Bike am Strand entlang.Wie geschrieben geht das bei dem festem Sand wunderbar.Von Jambiani aus bin ich am Strand entlang hoch bis Dongwe….

20150209_145221

und in den Süden nach Makunduchi.Was allerdings nur über die Strasse geht da der Strand immer wieder durch Mauern oder Wasserläufe unterbrochen ist.

20150212_161134

Alzu schnell ging es dann wieder zurück nach Stonetown , wo ich noch 2 Tage geblieben bin um mir zum Beispiel den ehemaligen Sklavenmarkt (Sanisbar hatte den grössten Sklavenmarkt Ostafrikas)angesehen habe.
Den nächtlichen Platz am Meer wo man sich durch unzählige Esstände probieren konnte und dabei Afrikanischer Musik gelauscht hat.Nicht zu vergessen den Gewürzmarkt.Sansibar heisst ja auch die Gewürzinsel.Hauptsächlich Nelken werden hier angebaut.
Und dann war der Traum auch schon wieder zu Ende. Ein einmaliges Erlebniss und auf jeden Fall zum wiederkommen geeignet!!!

Schweiz……und tausend Gründe warum es mir hier so gut gefällt.

Hier sagen glaub ich Bilder mehr als Worte. Angefangen im Engadin ,genauer gesagt in Samaden mit seiner umliegenden faszinierenden Bergwelt

Muottas Muragel
Muottas Muragel

Jahre würden nicht reichen um sich hier satt zu sehen. Jahre würden auch nicht reichen um alles zu erkunden was es im Unter und Oberengadin zu erkunden gibt. Hab ich mich anfangs noch mit dem Velo irgendwo hoch gequält,wurde es mit der Zeit und zunehmender Muskelkraft leichter,wartete doch meist oben eine fantastische Aussicht.

Celerina
Celerina

 

Slvaplaner See
Slvaplaner See

 

Oberaare Gletscher
Oberaare Gletscher                                                                      

Ob mit dem Velo oder mit dem Motorrad es ist ein nicht enden wollendes Erlebnis durch dieses Land zu „düsen“ Den oben gezeigten Oberaare Gletscher erreicht man von der Grimselpass Höhe.Dort gibt es eine Panoramastrasse die im halbstundenwechsel jeweils Richtungswechselnd befahrbar ist

Grimselsee von der Panoramastrasse
Grimselsee von der Panoramastrasse
Rotkäpchen am Grimselhospitz
Rotkäpchen am Grimselhospitz

Alle Jahre wieder ist es ein gespanntes Warten auf den Moment wo es wieder heisst :“Die Pässe gehen auf.“Meist geht`s los mit Oberalp und Gotthardpass.Gefolgt von Grimsel Furka und den ganzen anderen Pässen,die in der näheren Umgebung zu erreichen sind.

Grimselsee
Grimselsee

Bernina Pass.Erster Pass mit dem Fahrrad…..allerdings muss ich

Bernina Pass
Bernina Pass

 

gestehen das es von Samaden aus nicht mehr wirklich die ganze Passhöhe war;-)

Aller Anfang ist schwer.

DSCN0645

und von den Skiern wieder auf den „Sattel“ zu einem Ausflug zur Schwägalp.

Schwägalp
Schwägalp    mit Rotkäpchen April 2016

Nach einem“ Ründchen “ durch`s Appenzeller Land endlich auch einmal zur Schwägalp gefahren. Im Sommer komme ich mit dem Velo mal wieder und als Belohnung geht es dann auch auf den Säntis….

 

Blick vom Arbeitsplatz
Blick vom Arbeitsplatz

etwas muss ja stimmen  und wenn es die Aussicht vom Arbeitspatz ist;-)

Sempacher See mit Alpen im Hintergrund
Sempacher See mit Alpen im Hintergrund

Das Mittagsgüpfli gehört zu einer Kette über die man wandern kann und letzendlich auf dem Pilatus ankommt.Einen besonders schönen Blick auf`s Güpfli hat man von hier aus:

Mittagsgüpfli
Mittag

 

https://www.geocaching.com/geocache /GC6H6BV_sunset-trochenmatt-sattel

20.6.2016
20.6.2016                                       Der Pass ist auf .Mit dem Töff schon unzählige Male erkundet,ging es heute von Andermatt mit dem Velo hoch und auf der anderen seite wieder runter.Bischzen unterschätz hatte ich ……so wurd die Fahrt von Airolo wieder hoch dann doch irgendwan leicht anstreng
Blick auf Airolo
Blick auf Airolo

Marokko 2013

 

100_8335

…..eine Reise 3 Wochen hauptsächlich durch den Süden des Landes. Meine Erwartungen waren nicht sehr gross, hatte ich mich doch relativ kurzfristig für dieses Land entschieden. Wie sehr mich dieses Land begeistert hat, kann ich gar nicht in Worte fassen. Ich hoffe aber, dass ich mit diesem Beitrag einen kleinen Eindruck vermitteln kann, wie schön, abwechslungsreich und Gastfreundlich es dort ist.         

100_7860

VW Bus reiht sich an VW Bus.Beladen bis an die Grenzen des Möglichen. Unsere Trachtengruppe hätte Ihre wahre Freude.

7.9.2013,und los geht`s. Am Montag geht die Fähre von Sete nach Tanger. Der Weg dorthin führt durch die Schweiz nach Frankreich. In Frankreich gibt es noch einen Abstecher zum Gran Canyon de Verdun. Eigentlich selbst schon eine Reise wert. Landschaft und zahlreiche kleine und kleinste kurvige Strecken geben “Stoff” für sicher eine Woche. Aber dieses mal wird es nur ein Abstecher und am Montag morgen geht es weiter Richtung Sete. Dort treffe ich gegen15 Uhr ein. Trotzdem es noch reichlich Zeit ist, hat es schon eine lange Schlange am Pier.

100_7877

Die Heimat rückt in immer weiter Ferne.

Viele Marokkaner nutzen die Fähre um mit der Familie und dem bis auf den letzten cm befüllten VW Bus die Reise in die Heimat zu starten. So kann ich schon die ersten Eindrücke über das Land in das ich reisen werde gewinnen. Ausser mir hat es noch drei weiter Töff fahrer und sonst nur marokkanische Heimreisende.

 

100_7879Pünktlich um 21 Uhr legen wir ab um dann die nächsten 46 Stunden über den kleinen Teich zu schippern.

Am Mittwoch morgen gegen 9 Uhr ist Land in Sicht und gegen 10 Uhr habe ich marokkanischen Boden unter den Füssen. Von Tanger geht es in Richtung Mekenes. Dort ist mein erstes Etappenziel. Da ich die meiste Zeit im Süden Marokkos verbringen möchte, lasse ich erst mal die km fliessen und geniesse den Asphalt unter den Rädern und die abwechslungsreiche Landschaft. Am Nachmittag bin ich in Mekenes. Das Zelt kommt heute noch nicht zum Einsatz, den auch nachdem ich Mekenes mind. drei mal umrundet habe versteckt sich der beschriebene Campinplatz erfolgreich vor mir. Na gut, gönn ich mir halt den Luxus Hotel;-) Das abendliche Mekenes ist voller Leben und verspricht für den nächsten Tag sehr viel Interessantes.

Am nächsten Vormittag gibt es einen Erkundungsgang durch die Stadt, um erstes orientalisches Flair auf sich wirken zu lassen. Am Nachmittag das ganze noch mal zusammen mit dem Rotkäpchen (ja so heisst mein Motorrad;-)) und anschliesssend wird die Weiterreise nach Fez gestartet.

100_7913

Das Stadttor von Meknes.

100_7922

Das Bab Mansourtor.Eingang zur Villa Imperiale

100_7930

100_7928

Das Bab Mansourtor mit dem tollesten MOped von Welt davor;-)

100_7931

Stadtmauer Meknes

Von Mekenes aus sind es etwa 40km nach Fez.

Auch hier werde ich nicht fündig was den Campingplatz betrifft, aber die Preise sind gut erschwinglich und so wird es auch hier wieder ein Hotel. Fez , eine der Königsstädte Marokkos (Fez, Rabbat, Mekenes und Marakesch) Auch hier hat es eine Medina (Altstadt umgeben von einer 40km langen Stadtmauer) Drumherum ist  im Laufe der Jahre das heutige Fez gewachsen und entstanden.

Eine riesige Stadt. Von weitem gewinnt man den Eindruck Fez sei wie auch Rom auf sieben Hügeln erbaut.

100_7954

In der Medina von Fez

100_7951

FEZ

Um die verwinkelten Gäschen der Medina zu erkunden und vorallem die Gerbereien auch wirklich zu finden ohne x mal dran vorbei zu laufen, erlaufe ich die Gassen mit Führer.

 

Die Gerbereien sind wirklich Eindrucksvoll und ich bekomme einen kleinen Eindruck davon was hier für Handarbeit geleistet wird und wieviel Stunden Arbeit in der Lederjacke oder den

100_7965

Gerberei

Gerberei

Lederschuhen steckt die man so selbstverständlich an den Füssen trägt.

Erster Blick auf den Mittleren Atlas

Erster Blick auf den Mittleren Atlas

Von Fez aus ging es am nächsten Tag weiter erst Richtung Sefrou (e 503)  um dann über die N 13 zum mittleren Atlasgebirge zu gelangen.

Tagesziel war das etwa 500km südlich gelegene Erg Chebi, die Wüste.

Mittlerer Atlas

Mittlerer Atlas

Mittlerer Atlas

Mittlerer Atla

Da auch hier die Landschaft wieder unglaublich abwechslungsreich ist und ein Fotostop nach dem anderen kam wurde es ein tagesfüllendes Programm.

Von Hochplateaux zu engen Gebirgsschluchten gab es hier alles. Bei ausreichender Zeit kann man sich hier schon locker eine Woche mit Kurvenkratzen und Staunen aufhalten.

Ist man im Gebirge noch umgeben von Höhen bis zu 2600m und höher begibt man sich bei Erg Chebi  wieder auf fast Meeresniveau. El Rachidia ist der Eingang zur Oase du ZIZ.

100_7954

In der Medina von Fez

100_8080

DAS VAL Du ZIZ

Ein Tal das breit anfängt mit zögerlichem grün und dann immer enger wird und mit einem sagenhaften Palmenbestand gegen mitte und Ende aufwartet.

 

Die Stadt Risani ist das Tor zum Erg Chebi. Wobei die Dünen erst gegen Ende des Tals sichtbar werden. Vorher galt es allerdings noch den ersten Sand- bzw. Lehmsturm zu überstehen. Unglaublich, wie schnell das gehen kann. Du siehst eine dunkle Wand auf dich zukommen, denkst noch “Naja könntest dir vielleicht mal einen Unterschlupf suchen” und da bist du auch schon mitten drin.

Oase du Ziz

Oase du Ziz

Winde von massiver Stärke zerren an dir und deinem Töff. Staub und Sand in jeder erdenklichen Ritze. Den Helm hatte ich Gott sei Dank noch auf, so wurden die Augen nicht ganz so in Mitleidenschaft gezogen. Also Moped festhalten und warten bis es vorbei ist. Nach etwa einer halben Stunde wurde es wieder “fahrbar” und weiter gings zur Source blue de Meski, die sogenannte blaue Quelle. Dort gibt es einen Campingplatz direkt an der Quelle. Der Fluss fliesst dort direkt aus dem Fels raus. Im Sommer ist hier wohl an jedem Wochenende High Live.

Als ich dort ankam waren noch zwei Camper da aber sonst war der Platz leer. Zur Begrüssung wurde ich von Mohamed, dem Sohn des Besitzers zur Tahjin eingeladen! Sehr lecker und vor allem unwahrscheindlich gastfreundlich.

 

Rotkäpchen an der Blue Meski

Rotkäpchen an der Blu

Hüter der Dose

Hüter der Dose

Schlafen ist kein Problem, das rythmische fallen der Datteln auf mein Zeltdach ersetzt hervorragend das Schäfchen zählen. So kann ich am nächsten morgen ausgeruht in Richtung Dünen starten. Auf der immer schmaler werdenden N13 geht es vorbei an Merzouga Richtung Tauz. Ein kleiner Stop noch, um dem anderen Hobby, dem Geocachen zu fröhnen.

Nicht mehr weit und es geht nur noch über Piste weiter zu den Dünen. Nach ein paar km lass ich das Moped stehen und wandere in diese grandiose Welt der Dünen rein. Nicht ohne immer einen Zipfel des Kamellagers im Auge zu behalten. Sonst könnte es kompliziert werden wieder zurück zu finden.

Am Rande der Dünen

Am Rande der Dünen

Wüstenschiffe

Wüstenschiffe

Wüste

Wüste

Auch aus dem Gebiet des Erg Chebi reise ich wieder ab, nicht ohne einen grossartigen Eindruck mit zu nehmen. Um mich nicht in jedem kleinen Abschnitt der Reise zu verlieren “springe” ich jetzt weiter zur Todraschlucht. Es würde einen nicht enden wollenden Bericht geben, wollte ich alles schreiben und zeigen was ich an Eindrücken mit genommen habe.

Tinerhir

Tinerhir

Über die Strasse der Kashbas gelange ich an den Rand der Todraschlucht, wo ich im Atlascamping meinen nächsten Standort beziehe. Sehr empfehlenswerter sauberer und sehr freundlicher Campinplatz mit eigenem Restaurant was ausgezeichnete Gerichte anbietet.

Richtung Todrhaschlucht

Richtung Todrhaschlucht

Noch am selber Nachmittag mache ich mich auf um durch die Schlucht zu fahren. Die engste Stelle ist nur etwa 200m lang, aber die Felsen rechts und links haben Höhe von über 200m. Leider schaffe ich es nicht hoch bis Alt-Hani.

Am Tag zuvor hat es heftig geregnet und irgenwann werden die Wasserfurchen so tief dass ich mich alleine nicht mehr traue durch zu fahren. Das ist dann halt der Nachteil wenn man alleine unterwegs ist.

Todrhaschlucht

Todrhaschlucht

Todrhaschlucht

Todrhaschlucht

Marokkaner auf Dosensuche

Marokkaner auf Dosensuche

Dafür mache ich aber zurück an der Schlucht noch die Bekanntschaft einiger netter Marokkaner, die ich dann zwangsläufig in die Geheimnisse des Geocachens einweihe. Zwangsläufig deshalb, weil es nicht unbemerkt bleibt, wenn man die Gegend durchkämmt, den Blick stur auf den Boden oder Augenhöhe hält, wobei sich das eigentliche Highlight wesentlich höher befindet. Und dabei noch jeden Stein umdreht, in jedes Loch spingst und Müll umkrempelt;-)

 

Auch die Bedienung eines Navi will gelernt sein

Auch die Bedienung eines Navi will gelernt sein

Vale du Dades

Vale du Dades

So genug gecacht…weiter geht es am nächsten Tag zu einem absoluten Höhepunkt, der Dadesschlucht. Hier kommt man hinter der Schlucht noch weit hoch auf 2200m. Bis nach Msemrir.

Von dort könnte man eine Verbindung zur Todrahschlucht fahren, aber auch hier fahre ich nicht weiter, denn die Strasse ist nicht mehr asphaltiert und soll nicht einfach zu fahren sein.

Felsformationen

Felsformationen

Das erspare ich dann meinen Nerven und meinem Motorrad. Dazu habe ich viel zu wenig Off Road Erfahrung und bin ja auch hier wieder alleine unterwegs…

Val Du Dades

Val Du Dades

Lehmbauten

Lehmbauten

Diesen Felsformationen haben die Einheimischen auch den Namen “Affenpfoten”gegeben. Nicht unschwer zu erkennen warum. Hier bin ich noch ganz am Anfang des Val du Dades.

Val de Dades

Val de Dades

63 km schlängelt sich die Strasse hoch bis Msemrir. Eine abwechslungsreichere Landschaft habe ich selten gesehen. Meist geht es entlang des Flusses Dades, der auch hin und wieder überquert wird. Richtiges Fahrfeeling kommt bei etwa km 33 auf. Die Strasse windet sich über kleine Serpentinen bis auf die Passhöhe bei 1850m.

 

Serpentinen in der Georges du Dades

Serpentinen in der Georges du Dades

 

Blick von oberhalb der Serpentinenstrasse.

Blick von oberhalb der Serpentinenstrasse.

100_8335

Georges du Dades

Georges du Dades

Die schmale Strasse windet sich weiter durch die Schlucht. Von schroffen Felsformationen bis zu grünen Tälern entlang des Flusses bietet sich einem hier alles. Man könnte Tage…Wochen hier verbringen ohne alles gesehen zu haben. Auch oder gerade für Wanderer ein unerschöpfliches Paradies.

100_8348Von meinen 1400 Fotos sind bestimmt 300 auf dieser Strecke entstanden. In Mesemrir treffe ich bei strahlendem Sonnenschein ein und geniesse Land, Sonne und die marokkanische Gastfreundschaft bei dem landesüblichen The de Mente.

Der Dadesfluss inmitten von saftigem grün.

Der Dadesfluss inmitten von saftigem grün.

Die Strassenverhältnisse sind nicht immer die besten,aber gut fahrbar.

Die Strassenverhältnisse sind nicht immer die besten,aber gut fahrbar.

Spät am  Nachmittag geht es dann zurück nach Tinerhir, mit dem Gefühle eines der groassartigsten und schönsten Täler Marokkos erlebt zu haben.

Am nächsten Tag heisst es wieder Zelt zusammen packen und auf zur nächsten Etappe. Der Weg führt mich heut durch das El Kelaa des M`Gouna, das Tal der Rosen. Hier blühen einmal im Jahr die Rosen. Die Blätter werden zu Rosenöl od.Rosenwasser verarbeitet. Ohne mich mit diesem sehr kostbaren Oel zu versorgen komme ich hier natürlich nicht weiter. Der Preis ist einfach unglaublich. Zahle ich zu hause sicher 30CHF für 20 ml, sind es hier vielleicht 6 DH (etwa 1 CHF).

Weiter über die Strasse der Kashbas erreiche ich am Mittag Quazazatte. Hier biege ich links auf die N9 ab um heute noch bis Zagora zu gelangen. Wieder eine Tour von etwa 500km. In Zagora treffe ich am frühen Abend ein. Der Camping “Take your time” wurde mir schon in Asalim angepriesen und so erstaunte es mich schon fast nicht mehr, als ich in Zagora schon am Ortseingang “in Empfang” genommen wurde. Dort angekommen wurde auf fast akzentfreiem Deutsch begrüsst. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass Hussein der Besitzer zur gleichen Zeit wie ich etwa 11 Jahre lang in Köln Deutz gelebt.hat. Zurück in seiner Heimat hat er dann diesen Campingplatz eröffnt und bietet u.a. Kameltouren in die Wüste an. Aber wer tauscht schon sein Moped gegen ein Kamel?!

Val du Draà

Val du Draà

Hier durfte ich die Kette reinigen und den Luftfilter entsanden.

Hier durfte ich die Kette reinigen und den Luftfilter entsanden.

Schmuckladen in Zagora.Der Besitzer hatte ich auf dem Campingplatz kennen gelernt und mir viel geholfen beim einkaufen und orientieren in Zagora

Schmuckladen in Zagora.Der Besitzer hatte ich auf dem Campingplatz kennen gelernt. Er hat  mir viel geholfen beim einkaufen und orientieren in Zagora

Der nächste Tag sollte mich eigentlich bis runter zu den Dunes de Tinfou bringen…nur irgendwo bin ich wohl verkehrt abgebogen und wie sich hinterher rausstellte auf der N 12 gelandet. Eine Piste von 50 km, die kurz hinter Zagora abzweigt und in einem grossen Bogen über Tazzarin führt, um dann kurz vor Asalim wieder auf die N9 zu stossen. Ein ganzes Stück Piste war ich der Meinung, dass ich auf einem Baustellenstück der N9 unterwegs bin und sicher bald wieder auf Asphalt stossen würde. Nur irgendwann kam mir die Sache ziemlich spanisch vor…kein einziges Verkehrsschild…keine Autos, ab und an mal ein Esel. Nach genauem Kartenstudium kam ich dann zum Schluss, dass ich wohl verkehrt gefahren bin. Aber es lief einfach gut diese Piste zu fahren. Die wüstenähnliche Landschaft hatte auch einiges zu bieten, so strich ich die Dünen vom Programm und bin weiter auf der Piste gefahren.

 

100_8493

Steinwüste

Pitsenfahrt.

Pistenfahrt.

100_8482

Am Rand der Wüste

Bestimmt 4 Std. hab ich auf dieser Piste verbracht um Fotos zu schiessen, Landschaft geniessen und mitten auf der “Strasse” ein Picknick zu veranstalten. Sogar über einen Pass hab ich es geschafft. Der Tizi`n Tafoulet besticht nicht durch Höhe aber durch steinige Landschaften und ein Erlebnis für mich, weil ich dass alles ohne Asphalt und mit voll gepacktem Moped gemeistert zu haben.

100_8512Auf dem Weg nach Tazzarine vereinzelte Lehmbauten.

Wieder zurück im Val du Draà ging es zügig Richtung Quarzazatte, hatte mich die Fahrt durch die Wüste doch zeitlich einiges zurückgeworfen. Aber wen interessiert eigentlich die Zeit im Urlaub?! Nur hatte ich noch sooo viel was ich sehen und fahren wollte. Von  Quarzazatte aus wollte ich auf jeden Fall DIE beiden Pässe über den hohen Atlas fahren. Den Tizi’n Test und den Tizi`n Tichka. Also Campingplatz gesucht, Zelt aufgebaut und die Routen für die nächsten zwei Tage geplant. Ich hatte mir vorgenommen die beiden Pässe an zwei Tagen zu fahren. Da ich einen kurzen Stop in Marakech machen wollte, machte es Sinn das Gepäck am Zeltplatz lassen zu können, ausserdem bin ich auch schon mal ganz froh ohne den ganzen Plunder auf dem Moped hintendrauf fahren zu können. Den ersten Tag ging es über den Tizi`n Tichka nach Marakech und am Abend wieder zurück. Dieser Pass ist der besser zu fahrende, also war es nicht ganz so schlimm wenn ich Abends in die Dunkelheit  käme…..was mir natürlich ausgezeichnet gelungen ist.

Passhöhe

Passhöhe

Bodenschätze die jetzt bei mir im Wohnzimmer liegen.

Bodenschätze die jetzt bei mir im Wohnzimmer liegen.

Tizi`n Tichka

Tizi`n Tichka

Die Strecke ging recht gut zu fahren und so traf ich am Nachmittag in Marakech ein. Marakech hatte ich vor Jahren mal besucht. Damals als ich noch Pauschalurlaub gemacht habe bin ich mit einer Freundin mal einen Tag hier gewesen. Wohlwissend was mich in etwa erwartet hab ich für die Stadt auch nur 2-3 Std. eingeplant. Sicher tut man der Stadt unrecht, denn es gibt etwas ausserhalb des Stadtkerns bestimmt viel ursprüngliches und schönes zu sehen. Aber leider reichte die Zeit nicht aus um das alles an einem Nachmittag zu erkunden. So “vergnügte” ich mich am Platz der Gaukler oder auch Place Djamaa el-Fna. Hier kann man vom Schlangenbeschwörer über den Parfumverkäufer eigentlich alles sehen und erleben was nur irgendwie mit Orientfeeling zu tun hat. Und man kann sich, wenn man nicht aufpasst sicherlich auch kräftig über`s Ohr hauen lassen. Die Preise sind etwa 5 mal so teuer wie z.B. in Meknes oder Fez. Ganz zu schweigen von den Preisen in kleinen unbekannten Ortschaften.

Val du Draà

100_8583 Val du Draà

Die Rückfahrt ging problemlos über den Pass, der deutlich weniger befahren war als noch am Vormittag.

Gegen 22 Uhr war ich am Zelt. Gegessen hatte ich unterwegs. Also wieder einen ereignissreichen Tag setzen lassen, schon in der Vorfreude auf den nächsten.

Morgens gegen 8, mittlerweile werde ich schon ohne Wecker wach. Und wenn ich dass nicht schaffe, dann schafft es der Muhezin…..übernachten kann man wo man nmöchte, eine Moschee ist garantiert überall in der Nähe, so dass verschlafen so gut wie unmöglich ist. Nach Kaffee, packen und bezahlen geht es ein kurzes Stück über die N9. Nach 20 km geht es links ab auf die N10. Jetzt liegen etwa 150 km vor mir. Die Strasse geht erst eine ganze Weile ziemlich langweilig geradeaus um sich dann auf ein Hochplateau hoch zu arbeiten. Eine endlose Weite breitet sich rechts und links der Strasse aus. Hab ich im Tal erst mal alles was ausziehbar war, ausgezogen, zieh ich hier oben eins nach dem anderen wieder an. Es sind etwa 13 Grad. Hier fahre ich etwa 50 km um dann rechts zum Tizi`n Test ab zu biegen.

und auf geht`s ,hoch zum Pss

und auf geht`s ,hoch zum Pass

Die Passtrasse ist deutlich schmaler und im schlechteren Zustand als die Passtrasse des Tizi`n Tichka. Eigentlich hat es hier auch Fahrverbot für alles was grösser ist wie ein normales Auto,aber EINIGE Wohnmobilfahrer können  Es nicht lassen und ich mache es Ihnen ja auch nicht verdenken. Man brächte sich schon um ein Irres Fahr- und aussichtserlebnis, würde man sich dran halten. Mit dem Motorrad ist es ja auch kein Problem….fährt man nicht gerade an der Seite des Abhangs wenn einem so ein “Teil”entgegenkommt. Gut wenn man schwindelfrei ist…….

Am Pass

Am Pass

 

Das Hochplateau

Das Hochplateau

Rast auf halber Höhe

Rast auf halber Höhe

Sehr witzig ist, wenn eine extrem kurvige Strecke kommt, dann stellen die Marokkaner das Kurvenschild auf den Kopf. So weiss jeder dass es auf den nächsten km “zur Sache”geht. Die Strasse bis kurz vor Asni erstreckt sich über etwa 45 km. Und auch vor dieser Strecke steht ein umgekehrtes Kurvenschild. Leider hab ich es vergessen zu fotografieren. Aber es hat sich absolut bewahrheitet. Kurven Kurven Kurven….auf schmaler Strasse hätten mich am liebsten zu einem hoch und wieder runter und wieder hoch und wieder runter verleitet.Aber ich wollte ja noch weiter.

Auch hier wieder Landschaften die abwechslungsreicher nicht sein könnten. Von engen Schluchten zu kahlen Bergen. Von rot gefärbter Erde zu gelblicher Erde. Tannenwald und Palmen, es bleibt einem hier wirklich nichts erspart :-)

 

100_8732

….man Stelle sich hier noch eine Kolonne von Belgischen Wohnmobilen vor…!;-)

Passhöhe

Passhöhe

Nach einer Rast im kleinen Restaurant auf der Passhöhe ging es weiter Richtung Amizmiz. Schliesslich wollte ich heute noch bis 100_8778Essaoira kommen. Marrakech wollte ich umgehen, indem ich von Amizmiz aus über Nebestrasse hoch zur ausgebauten N8 fahren wollte.Nicht damit rechnend das ein kürzlich runtergegangenes Unwetter einen Teil der Strasse weggeschwemmt hatte und ich nur noch im Schrittempo vorwärts gekommen bin. Dort habe ich mich dann auch so verfranst, dass ich letztendlich am späten Nachmittag doch wieder in Marrakech gelandet bin. Von dort ging es über die wie geschrieben gut ausgebaute N8 nach Essaoira. Dort bin ich dann gegen 22 Uhr auf einem Campingplatz gelandet der versteckter nicht sein konnte. Schlimmer als gut versteckte Dosen beim geocachen;-)

Kasalla....sag ich jetzt...als ich da lang musste sah das ganz anders aus.

Kasalla….sag ich jetzt…als ich da lang musste sah das ganz anders aus.

In Essauira wollte ich 3 Tage bleiben. Mal nicht jeden Tag die Sachen packen und mit dem Rotkäpchen durch die Landschaft düsen ohne Gepäck. Von hier aus bin ich einen Tag, wo dann mal richtig schönes Wetter ist nach Sidi Kaouki gefahren und hab den Nachmittag mit Lesen und Sonne Sand und Meer geniessen verbracht. Einen Tag gebührte Essaouria, eine schöne Küstenstadt mit viel Flair und kleinen Strassen mit vielen Geschäften die zum Bummeln eingeladen haben. Abends kam ich dann noch in den Genuss eines Livekonzertes. Den dritten Tag bin ich einfach nur die Küste entlang gen Süden…..und hab genossen.

 

Sidi-Kaouki

Sidi-Kaouki

Sidi-Kaouki

Sidi-Kaouk

Essaouira

Essaouira

…und wieder weiter….über die sehr gut ausgebaute N8 Richtung nordosten, vorbei an Marrakech bis Imdahane.

Ziegen! Am Weg die Küste entlang...

Ziegen! …auf Bäumen…

Dort geht die R306 rechts ab. Das Ziel waren die Cascaden von Ouzoud und etwas weiter nördlich die Georges (Schlucht) IÒuzoud-el-Abid. Unterkunft sollte der Zebracamping werden. Besitzer ist ein holländisches Ehepaar und der Standard entspricht fast dem europäischen. Sehr sehr liebevoll eingerichtet und gestaltet hab ich mich hier unheimlich wohl gefühlt.

Cascades de ouzud

Cascades de ouzud

Zebra Camping

Zebra Camping

Ein Plätzchen um die Seele baumeln zu lassen. Zu Fuss sind es etwa 15 min. bis zu den Wasserfällen von IÒuzoud. Da noch ausserhalb der Saison und nicht mehr ganz so früh am Tag kam ich in den Genuss die Wasserfälle in aller Ruhe geniessen zu können.

Die Cascaden de Ouzoud sind wohl  die schönsten Wasserfälle Marokkos.Diese fallen in  mehrere Etagen 110 m  über roetliche Sinterterassen nach unten

Im Sommer ein beliebter Picknickplatz der  Marokkaner. Und auch der Pauschaltourismus macht gelegentlich einen Abstecher hierher. Bin ich froh dass Nebesaison ist.

Cascades de Ouzud

Cascades de Ouzud

100_8789Im Becken der Fälle kann man sich mit einem Boot bis unter die Wasserfälle schippern lassen. Ein Weg führt über Stufen und kleinen Serpentinen die 110m  nach unten. So kann man die Fälle aus allen möglichen Perspektiven bestaunen. Den Weg säumen zahlreiche kleine Souvenirstände. Die meisten hatten schon zu, es war mittlerweile spät geworden. Aber nicht so schlimm…die Packkapazität vom Rotkäpchen war auch langsam aber sicher erschöpft.

20130923_122956Das Rotkäpchen war wirklich alles…Kleiderständer, Handtuch und Klorollenhalter, Saftbude und natürlich beliebtes Fotomotiv….

Das erregt natürlich Aufmerksamkeit;-)

 

Ich hätte es hier in Ouzoud noch Tage ausgehalten. Tolle Umgebung, toller Campinplatz …ein Ort zum Seelebaumeln lassen…..dass nächste mal plane ich hier einen längeren Stop ein!

100_8098Aber Nador ruft. In 4 Tagen sollte von dort die Fähre nach Sete ablegen. Dazwischen lagen ja “nur” noch etwa 600 km. Und da Andrea ja immer meint sie müsste alles an einem Tag schaffen, ging es am nächsten Morgen zeitig los um Abends in Nador ein zu treffen. Aber da hatte ich die Rechnung ohne das Riffgebirge gemacht. Die Etappe Ouzoud Fez liess sich noch gut bewältigen. Angefangen schwierig zu werden fing es dann Höhe Taounate. Bis hier war die Strasse gut befahrbar und ich bin zügig vorwärts gekommen. Ab hier wurden die Strassen dann enger und enger und sehr Kurvenreich. Was ja an sich nicht so das schlechteste ist. Mittlerweile war es jedoch 17 Uhr geworden und eine leichte Müdigkeit machte sich breit. Hätte ich mir besser hier mal ein Hotelzimmer genommen. Zu den engen Strassen kam dann noch zunehmende Dunkelheit und unangenehme Begegnungen mit der Bevölkerung…Das Riffgebirge ist das Drogenanbaugebiet Marokkos und dementsprechend wird hier natürlich auch umgeschlagen. Auf der einen Seite kamen jetzt die Händler die dich mit aufgeblendeten Scheinwerfern und quietschenden Bremsen bedrängten und zum Kauf animieren wollten und auf der anderen Seite übelste Beschimpfungen und Drohungen aus Autos heraus. Was dass zu bedeuten hatte ist mir nicht so ganz klar gewesen. Ich denke mir mal das es der Teil der Bevölkerung ist der den Handel vieleicht unterbinden oder verhindern will indem es potenzielle Kunden in Angst und Schrecken versetzt. Naja auf jeden Fall war die 200km lange Fahrt eine einzige Hetzerei und Flucht und ich war mit den Nerven etwas am Ende als ich gegen 23 Uhr dann endlich an die Küste kam. Al Hoceima war die Stadt meiner Träume;.-) aber auch nur weil es für mich ein rettendes Hotelzimmer und die Gewissheit, dass Riffgebirge hinter mir gelassen zu haben, bedeutete. Selber Schuld, Andrea! Du wolltest ja unbedingt dadurch, obwohl du genau wusstest ,dass davor gewarnt wird…also hör auf zu jammern.

Auf dem Weg zum Cap des Trois Fourches

Auf dem Weg zum Cap des Trois Fourches

20130926_120039Am “Morgen danach” fuhr ich entlang der Mittelmeerküste, dann östlich Richtung Nador. 2 Tage blieben noch bis es gen Heimat ging. Da passten ja noch locker ein paar km rein. Baden war nicht wirklich, da es als Frau alleine nicht wirklich lustig ist. Ich bin nunmal in einem muslimischen Land und da fällt man schon auf, wenn man alleine unterwegs ist…dann noch Motorrad fährt…und kein Kopftuch trägt….aber  im Bikini an den Strand …geht gar nicht. Baden die Frauen hier doch mit allen Kleidern die Sie gerade tragen. Es wäre ein Unding diese ab zu legen. So passe ich mich natürlich an, ich bin ja schliesslich Gast. Was dann aber bedeutet, dass ich auf den Strand verzichtet habe und mir die Zeit mit Rotkäpchen auf der Küstenstrasse vertrieben habe. Unter anderem Stand noch ein Ausflug zum Cap de Trois Fourches auf dem Programm.

Cap des Trois Fourches

Cap des Trois Fourches

So Marokko! Jetzt heisst es dann Abschied nehmen! Es war fantastisch bei Dir!!! Unglaublich schöne Landschaften, sagenhaft gastfreundliche Bewohner!

Ich  bin so beeindruckt von diesem Land, ich könnte hier noch endlos weiter erzählen und Fotos einstellen. Aber fahrt lieber selber. Wenn man nicht gerade Papiere verschludert ist auch die Ein- und Ausreise in recht kurzer Zeit zu bewältigen. Für die meisten war es eine Sache von 10 min. durch den Zoll zu kommen. Ich habe es dem Pech einer illegalen Einwanderin zu verdanken, dass ich noch mit kam. Die junge Frau wurde ich einem VW Bus entdeckt und so verzögerte sich die Abfahrt um etwa eine halbe Stunde. Genau die Zeit die ich brauchte um mein verlorenes Papier ersetzen zu lassen.

Syrien….es war einmal

…..nicht nur weil es ist wie im Märchen, sondern weil es dort leider gar nicht mehr so ist wie im Märchen. Dass die Situation vor Ort im Moment sehr brisant und gefährlich ist, hat mich dazu gebracht in Erinnerung zu bringen, wie schön es dort ist, was für lebenslustige und friedfertige Menschen dort leben und was es nicht alles zu sehen gibt.

100_1176

Startmodus
Startmodus
Zentral Türkei.Konya
Zentral Türkei.Konya

Wer jetzt Lust bekommen hat, der komme doch mit auf eine Reise in’s: “Es war einmal…… ein Motorrad und eine reiselustige Motorradfahrerin die sich dieses Jahr zum Ziel gesetzt hatte neben der Türkei und Jordanien vor allem Syrien zu bereisen”. Die Anreise startet das Motorrad auf dem LKW bis Thessaloniki und ich im Flieger bis eben auch Thessaloniki. Von dort aus ging es quer durch Nordgriechenland und durch die

See Nähe Sarayköy
See Nähe Sarayköy

Zentraltürkei bis runter nach Iskenderun.

Von dort aus sind es noch etwa 60km bis Bab al Hawa!!!Die Grenze

Grenze
Grenze

zu Syrien war erreicht und ich hatte nur eine Ahnung was mich           erwartet und wie es mir gelingen könnte die ganzen Grenzformalitäten einigermassen Stressfrei hinter mich zu bringen.
Ein Cornet de passage ist im übrigen nicht nötig und ein Navi sollte man in den Tiefen seines Gepäcks verschwinden lassen. Man benötigt einen internationalen Führerschein, ein Visum das in meinem Falle für mehrmaliges Einreisen gültig ist und internationale Fahrzeugpapiere. An der Grenze kann man getrost an der endlos langen Schlange LKW vorbei fahren und sich direkt in die Höhle des Löwen begeben. Aber alles halb so wild. Ich war noch nicht ganz runter als schon mindestens 3 mehr oder weniger junge Männer neben mir standen und mir Ihre (Grenz-) Dienste anboten. Da war ich schon sehr froh und das Geld war gut investiert, denn Englisch wird dort nur sehr wenig bis gar nicht gesprochen. Nach etwa 1 Std. und einem Halbmarathon war es dann so weit, ich durfte einreisen.
Richtung Aleppo, das erste Ziel in Syrien.

Halep,erste Richtungsweiser gen Allepo
Halep,erste Richtungsweiser gen Allepo

Bevor ich mich aber auf den Weg nach Aleppo machte, bin ich von Hassan derjenige welcher mir bei der Einreise geholfen hatte, noch eingeladen worden um bei ihm und seiner Familie zu essen und zu übernachten. Das Essen habe ich gern angenommen, zum übernachten jedoch wollte ich aber gerne in die Stadt. Das Essen war ungewohnt, aber sehr lecker. Die Gastfreundschaft von ihm und seiner Familie umwerfend

Zu Gast
Zu Gast

Hassan brachte mich dann noch nach Aleppo indem er in seinem alten Reno in einem “Affenzahn” vor mir herbrauste und ich gar keine Zeit hatte mir in dem Verkehrsgewusel irgendwelche Gedanken über Vorfahrt oder sonstige Verkehrsregeln zu machen. Wer wirklich mal “Verkehr” erleben will, der fahre mal nach Allepo oder Damaskus. Es ist der absolute Wahnsinn! Am besten schaltet man den Gedanken nach hinten zu gucken einfach aus. Es gilt zu beachten was vor einem passiert, jeder der hinter einem fährt ist dafür verantwortlich ob er dem Vordermann nicht reinfährt. Das ist glaube ich dort das oberste Verkehrsgebot und so funktioniert es auch am besten. In Aleppo bekam ich ein Hotel offeriert, wo Hassan sicherlich als Vermittler auf der Gehaltsliste stand. Was mir ja egal war. Es stimmte für mich, die Lage war zentral und sauber. Erschwinglich war es sowieso.

Simeons Kloster
Simeons Kloster
Da ineressiert kein alter Stein mehr ....;-)
Da ineressiert kein alter Stein mehr ….;-)

Am nächsten Tag sollte es zum Simeon Kloster gehen. QualaàtSamaan liegt in der Umgebung der Toten Städte. Etwa 50km von Aleppo entfernt. Dort hat der Einsiedler bzw. jetzt heilige Simon seine letzten 30! Jahre auf einer 19m hohen Säule sitzend oder was auch immer man dort oben tun kann, verbracht. Das hat schon zu seinen Lebzeiten tausende von Pilgern angezogen, denn ihm wurden wundersame Heilkräfte zugesprochen. Das Kloster ist noch sehr gut erhalten und einen Besuch wert. Die “Dicke” (meine Affentwin) sollte dem Kloster aber ganz schnell den Rang ablaufen, sind Motorräder hier doch eher selten.

So fand ich meine Dicke erst mal gar nicht wieder als ich mit der Besichtigung fertig war.Ich sah nur einen Pulk von Menschen….. und dann hagelte es auch schon Fragen über Fragen. Einer der Männer die dort standen sprach gut English und schmiss mir wie ein Kanonenrohr Fragen über Gewicht, Hubraum, PS und was einem sonst noch so alles in den Sinn kommt, an den Kopf. Nach einer Stunde etwa war soweit alles geklärt :good: und ich hab mich auf den Rückweg nach Aleppo gemacht. Am Abend noch die syrischen Gerichte ausgiebig getestet, ging es am nächsten Morgen auf nach Tartus.100_1315

Die Stadt liegt am Mittelmeer, hat einen grossen Hafen und ist vorallem Ausgangspunkt für einen Besuch des Crak de Chevalier. “Der” Kreuzritterburg! Der erste Ausflug ging aber erst mal zur Qualaàt al Margab.

Die schwarze Burg, nach dem Crak de Chevalier die best erhaltenste Kreuzritterburg, steht auf einem erloschenen Vulkan hoch über Tartus. Diese ist schon wirklich beeindruckend, da war ich sehr gespannt was mich beim Crak erwarten würde.

Also auf zum Crak de Chevalier.100_1318
Über kleine Nebenstrassen, die an Kurven nichts zu wünschen übrig liessen fährt man von Tartus aus etwa 30 km, bis zum Crak. Wenn man dann ohne unvorgesehenen Stops dort ankommt….

Um Safita rum merkte ich wie mir eine grosse weisse Limosine folgte…. fuhr ich langsam wurde diese auch langsam. Gab ich Gas hielt sie dicht auf. Bog ich ab, bog sie auch ab…. Was tun?! Ganz

Safita
Safita

geheuer war mir nicht mehr, die Umgebung in der ich mittlerweile angelangt war, war nicht gerade zahlreich bevölkert. Ich fuhr mal ganz gemächlich weiter um zu sehen was passiert. Schliesslich überholte mich das Auto und blieb vor mir stehen. Als ich vorbei ziehen wollte ging das Fenster runter und ein winkender Arm forderte mich zum halten auf… Naiv oder leichtsinnig, das kann man sehen wie man will hielt ich im gebührenden Abstand mal an. Ein Mann mit der traditionellen arabischen Bekleidung stieg aus… kam auf mich zu…. und hiess mich im reinsten Hochdeutsch herzlich in seinem Land willkommen. Er habe gesehen das ich aus Deutschland komme. Er habe 10 Jahre in Ulm gelebt und gearbeitet und hat sich total gefreut, mal wieder deutsch zu sprechen.
Ob ich denn wirklich ganz alleine unterwegs sei??? Dann müsse ich jetzt erst mal mit Ihm zu seiner Familie kommen, das müsse ja schliesslich gefeiert werden. War klar, dass es nicht bei einem Kaffee oder Tee bleiben würde und so schlug ich die Einladung,erst mal  dankend aus,wollte ich doch heute noch zum Crak, da am nächsten Tag die Weiterreise nach Palmyra geplant war. Mit vielen vielen guten Wünschen und seiner Handynummer in der Tasche ging es dann weiter. Ich könne wirklich jederzeit anrufen wenn ich in irgendwelchen Schwierigkeiten stecke. Egal wo ich sei, er würde mir helfen kommen!!! War ich wiedereinmal baff wie hilfsbereit die Menschen hier waren. Das war bestimmt schon die 10. Handynummer mit den entsprechenden Hilfsangeboten die ich in den 6 Tagen die ich jetzt hier war, bekommen habe. Am Ende der Reise sollte es eine ganze Tüte voll Handynummern sein!!!

Schon von weitem sieht man den Crak hoch auf einem Berg thronen 100_1331Im Hintergrund das schneebedeckte Libanongebirge. Die ersten Mauern dieser beeindruckenden Burg wurden 1031 vom Emir von Homs gebaut. Viele “Bauherren”waren nach ihm noch am Bau beteiligt. Die wichtigste Bauphase war jedoch um 1150 zur Zeit der Kreuzritter. Die Kreuzritter haben auch in Syrien gemordet und geräubert und nicht wirklich einen guten Eindruck hinterlassen. Die Burg jedoch ist ein sagenhaft an zu sehendes Werk, das man sich bei einem Aufenthalt auf keinen Fall entgehen lassen sollte! Den Mittag und den Nachmittag habe ich damit verbracht mir alles an zu sehen. Am Abend dann ging es gemütlich wieder Richtung Tartus wo ich mit einem Deutschen, den ich beim Rundgang durch die Burg kennen gelernt hatte, zum Abendessen verabredet war100_1334   100_1335   100_1338

100_1349 100_1351

Am nächsten Tag ging es weiter Nord Ost

Palmyra od. Tatmur ist etwa 200 bis 250 km von Tartus entfernt. Der grösste Teil der Strecke führt durch die Sand und Steinwüste Syriens. Erst mal volltanken, denn es gibt, ist man erst mal über die Stadtgrenze von Homs raus nur noch eine Tankstelle. An alles hatte ich gedacht nur ne Flasche Wasser hatte ich nicht im Gepäck… aber wozu?? Ich fahr doch nur durch die Wüste und das noch mit dem zuverlässigsten Moped wo’s gibt?!?!

100_1379  100_1371  100_1375

Kurz hinter Furquius kommt eine Kreuzung an welcher dann diese besagte Tankstelle ist und das Bagdad Cafe. Dieses hatte ich schon in einem Diavortrag zu sehen bekommen und wollte daherunbedingt dort hin und es selber sehen.

100_1382 100_1380100_1383

Ein Araber hatte sich dort mit seiner Familie niedergelassen und es wirklich liebevoll eingerichtet. Als ich mit etwas Abstand stehen blieb um Fotos zu machen, kam der Herr des Hauses auch schon raus gelaufen, heftig winkend und erklärte mich zu seinem Gast für mindestens die nächsten 3 Tage!! Gerne bin ich dort eingekehrt undwurde auf’s köstlichste bewirtet                         .100_1387                  100_1388

Auch hier wurde es mir nicht übelgenommen, dass ich noch am gleichen Tag weiter wollte. Mit vielen guten Wünschen und der obligatorischen Telefonnummer wurde ich in die Wüste geschickt :bye: Fotos Vom Bagdad Cafe sind es dann noch mal etwa 100 km. Palmyra ist das wohl schönste Ruinenfeld Syriens. Wenn man das so sagen kann;-) Die römische Säulenstrasse, der Baal Tempel und die Zitadelle die hoch auf dem Berg thront. Kurz vor Palmyra hatte ich noch ein sehr beeindruckendes Erlebnis mit den sogenannten Wüstenschiffen. Schon vom weiten sah ich zahlreiche Kamele angetrabt kommen. Je näher ich kam desto grösser wurde die Herde. Irgendwann stellte ich die Dicke ab, setzte mich auf einen Felsen und liess die Tiere auf mich zu kommen. 100 werden es sicher gewesen sein. Allerdings nicht ganz ohne Führung. Der “Hirte” und sein Helfershelfer brauste auf einem kleinen Moped sitzend immer wieder um seine Herde herum bis er mich entdeckte, bzw. das Augenmerk lag auf der Dicken. Als er mir sein Moped nicht schmackhaft machen konnte, fing er noch an Kamele dazu zu bieten. Wenn ich eingewilligt hätte, wäre ich jetzt wohl Mopedfahrende Kamelherdenbesitzerin. Auch keine schlechte Vorstellung… 😉
Das wäre mein Preis gewesen;-)

Das wäre mein Preis gewesen;-)

Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 119Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 128
Palmyra,die Säulenstrasse

Palmyra,die Säulenstrasse

Nachdem ich mir ein Hotelzimmer gesucht hatte fuhr ich erst mal in’s Tal der Gräber. Das Tal liegt etwas ausserhalb der Oase und ist mit dem Moped auf plattgefahrenen Sandpisten auch für mich gut erreichbar gewesen. Die Grabstellen sind noch sehr gut erhalten und standen gerade hoch in der Gunst von zwei Touristengruppen aus Deutschland!! Da kam ich auf meiner Dicken gerade recht um den Gräbern mal eben die Schau zu stehlen;-) Hatten mich doch einige der Deutschen schon auf dem Weg nach Palmyra vom Bus aus gesehen. “Hey, Sie hab ich doch eben gesehen!!” “Sie sind doch die mit der gelben Jacke auf dem Motorrad” ….”Sie sind ja ne Frau?!?”… Na toll… bin ich ja froh dass Mann/Frau das noch bemerkt hat!;-) Ohne hier mal angeben zu wollen, aber auf mindestens 5 Videokameras bin ich jetzt bestimmt durch deutsche Wohnzimmer geflattert;-) :yahoo: Am Abend sollte es zur Zitadelle hoch gehen, wo es einen genial schönen Sonnenuntergang geben soll. Und ein Wiedersehen mit den ganzen Businsassen! Gegen 18 Uhr geht die Sonne unter und man kann ein wirklich beeindruckendes Bild über die Säulenstrasse, Tadmur und die Wüste geniessen!!

100_1398
Sonnenuntergang über der Wüste

Sonnenuntergang über der Wüste
Tadmur

Tadmur

Eigentlich sollte man für Palmyra mindestens 3 Tage einplanen, aber ich wollte ja noch weiter nach Damaskus und vor allem auch nach Jordanien. Also packte ich 2 Tage später meine Sachen und weiter ging`s. Wollte ich eh auf dem Rückweg nach Aleppo über Darr Zurr reisen. Dann konnte ich hier nochmals 2 Tage einplanen. Palmyra-Damaskus sind grob geschätzt 300 km. Einplanen sollte man aber einiges an Zeit für die Fahrt Stadtrand Damaskus bis in’s Zentrum. Wie schon erwähnt der Verkehr ist hier der Hammer!! Ein Geschiebe, Gedränge und Gehupe wie ich es noch nicht erlebt habe. Da gilt nur eins Nerven behalten und Zeit mitbringen. Der Hammer war dann auf dem Weg durch die Stadt. Da gelangte irgendwann ein Rennradfahrer, so richtig mit Trikot und Radlerhosen, in mein Blickfeld. Damit hatte ich ja dann doch nicht gerechnet und vor allem nicht mit einem :”Hallo?! Wo willste denn hin? Kann ich weiterhelfen?” ..Häää?!? Es klärte sich dann ganz schnell, dass ich einem Mitarbeiter der Deutschen Botschaft bei seinem abendlichen Heimweg vor denLenker gefahren bin!!
Damaskus….

Damaskus….

Mit einer guten Beschreibung und vielen guten Wünschen, ging es weiter Richtung Zentrum. Immerhin brauchte es noch über eine Stunde bis ich mich zum Zentrum durchgeschlagen hatte. Dafür habe ich dort dann ein in unmittelbarer Nähe der Umayyaden Moschee liegendes Hotel gefunden, welches auch noch erschwinglich und sauber war.
Umayyaden Moschee

Umayyaden Moschee

Damaskus selbst hätte Besichtigungspotential für mindestens eine Woche. Da ich es aber auch schon mal geniessen kann mich durch die fremdländische Atmosphäre der Stadt treiben zu lassen, hab ich lange nicht alle Sehenswürdigkeiten geschafft. Auf jeden Fall sehen wollte ich die Basare und die Ummayden Moschee.

Das Angebot, die Gerüche und das Gewusel in den Basaren muss man einfach mal erlebt oder gespürt haben!! Orient pur!

Und die Ummayyaden Moschee ist nach Mekka der zweithöchste Pilgerort der Muslime. Das besondere an ihr ist auch, dass sie die Gebeine des Johannes des Täufers beherbergt, der von Christen und Muslimen gleichermassen verehrt wird. Daher gab es schon seit hunderten Jahren Streit um dieses Gotteshaus. 2001 besuchte Johannes Paul der der Zweite als erster Papst diese Moschee, nicht zuletzt um ein Zeichen zu setzen und im gemeinsamen Gebet mit dem Muslimischen Oberhaupt die Versöhnung oder Annäherung von Muslimen und Christen zu fördern….

Frauen ist der Zutritt gestattet aber nur in kompletter Verhüllung. Also lies ich mir eine graue Burka geben und “verkleidete” mich. So kam ich in den Genuss diese wirklich eindrucksvolle Moschee zu besichtigen und auch am Schrein mit den Gebeinen Johannes des Täufers vorbei zu pilgern.

Soweit ein kurzer Einblick von der Stadt Damaskus. Hier gäbe es noch viel zu erzählen, aber das würde schon für sich einen Bericht ergeben.
In den Basaren

In den Basaren

100_1444
Gewürze…

Gewürze…

Also weiter nach Deraa wo ich über die Grenze nach Jordanien reisen wollte.

Eine beeindruckende Zeit in Jordanien liegt hinter mir und soeben habe ich den Grenzübergang Deraa hinter mir gelassen und mache mich auf den Weg nach Busra. Dort gibt es einen Zwischenstop um dass wohl besterhaltenste Amphitheater zu besichtigen. Bosra war einst auch wichtigstes Handelszentrum der Nabatäer. Naja und da ich in Petra ja schon viel über die Nabataer gelernt hatte wollte ich unbedingt noch in Ihr ehemals wichtigstes Handelszentrum. Hauptgrund war aber, wie gesagt dass Amphitheater

Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 027
Das römische Theater fast etwa 15000 Besucher und ist wirklich sagenhaft gut erhalten!

Nach ausgiebiger Besichtigung auch noch der anderen historischen Städten in Busra wurde es Zeit weiter zu kommen. Über As Suwyda,ein ziemlich grünes hügeliges Gebiet in Syrien, ging es nach Damaskus wo ich übernachten wollte. Jeahh… kasalla auf in den Verkehrshexenkessel :yahoo:
Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 108

Wüstenschiff mit Höcker

Interessant wird es jetzt erst wieder ab Dair az Zur. Von Damaskus ging es erst mal wieder in Richtung Tadmur ( Palmyra),welches ja im ersten Teil schon beschrieben wurde. Dort verbrachte ich noch mal zwei Nächte und genoss dieses irre Feeling mitten in der Wüste unter antiken römischen Säulen zu sitzen. Von Palmyra aus sind es dann etwa 200 km noch mal durch die Wüste und an ein paar Wüstenschlössern vorbei, bis Dair az Zur .Die Wüstenschlösser habe ich nur von weitem bewundern können, hab ich mich doch nicht getraut mit dem vollbeladenen Moped und so alleine auf weiter Flur durch den Sand zu fahren…naja immerhin hatte ich diesmal wenigstens eine 1 L Wasserflasche dabei.Ist ja schon mal was!;-)

Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 156

Wüste

Dair Az Zur hat historisch nicht viel bedeutendes zu bieten.Mich lockte einfach einmal am Euphrat gewesen zu sein und einen Abstecher Richtung Albukmal zu machen. Von dort aus sind es noch etwa 7 km bis zur irakischen Grenze.

Ausserdem sollte der Rückweg nach Aleppo auch noch einiges zu bieten haben. In der Stadt habe ich ein einfaches Hotel gefunden. Ziemlich zentral gelegen konnte ich hier in den drei Tagen die Altstadt und das Treiben rund um den Markt studieren und dann eben den Ausflug nach Albukmal starten.
Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 242

Markt in Dair az Zur

Einen Tag verbrachte ich fast ausschliesslich mit einem Bummel durch die Stadt und mehreren Besuchen am Euphrat….Tigres und Euphrat….von denen hatte ich im Religionsunterricht in der Grundschule schon gehört. Und seitdem wollte ich wenigstens einen der Flüsse mal gesehen haben. Es hatte so etwas orientalisches. Die biblischen Geschichten und Orient hatte ich ja nun pur.

Eine Hängebrücke ist eine Atraktion der Stadt. Die Franzosen die die Kolonialherrschaft bis 1946 über Syrien hatten, haben diese gebaut. Nach und nach kamen noch 4 weitere Brücken dazu, so dass die Hängebrücke zuletzt nur noch für Fussgänger offen war. Jetzt ist sie dem Krieg im Land zum Opfer gefallen, sowie viele anderen historischen Stätten auch!!!

Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 190

Schafe…oder was davon noch übrig ist.
Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 243

Sicherlich einmalig …

Die tollsten Erlebnisse hatte ich mit den Einwohnern. Sehr neugierige und überhaupt nicht fremdenfeindliche Menschen begegneten mir hier fast ausschliesslich. Am meisten Spass hatten wir mit der Digitalkamera. Kinder die sich darin sehen konnten haben sich fast totgelacht und auch die Erwachsenen hatten Ihren Spass. Die Neugierde mehr über die Kamera zu erfahren liess alle Scheu vergessen. Auch diese von mir als Frau erklärt zu bekommen war kein Thema!!

Nach diesem einmaligen Tag in der Stadt gings am nächsten Tag am Euphrat entlang, erst mal bis zur Qualat at Rahbat. Direkt am Euphrat gelegen hat man einen fantastischen Rundblick von hieraus.

Kinder
Kinder

Moschee Dair az Zur
Moschee Dair az Zur

Qualat at Rahbat
Qualat at Rahbat

Die beiden Töff^s
Die beiden Töff^s

Qualat at Rahbat
Qualat at Rahbat

Qualat at Rahbat
Qualat at Rahbat

Der “Wächter” der Burg war ein junger Syrer mit einem 25 PSTöff. So bekam ich eine Führung per Moped, bzw. war es ein quit pro quo…er zeigte mir etwas von der Burg, ich erzählte Ihm etwas über Affen Twins;-)
Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 233

Entlang des Euphrats bei einsetzender Dämmerung

Jeweiter es in Richtung Albukmal ging desto unwohler fühlte ich mich. Immer mehr bewaffnete Soldaten säumten die Strasse und nicht gerade wohlgesonnene Blicke bewegten mich dann am Ortsrand von Albukmal zur Umkehr. Die einsetzende Dämmerung tat noch ihr übriges. Am Abend war ich froh, wieder wohlbehalten in meinem Hotelzimmer angekommen zu sein.
Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 249

Freunde der “Dicken”

Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Ar Raqqah. Vorher galt es noch Abschied nehmen von ein paar Freunden meiner “Dicken” :bye:

Vor Ar Raqqah wurde ich gewarnt. Es sind dort vor ein paar Tagen doch Touristen mit Steinen beworfen worden. Lang hab ich überlegt ob ich wieder über Palmyra fahren sollte. Schlussendlich habe ich es dann doch gewagt den Weg über Arr Raqqah zu nehmen. Lagen doch noch einige Highlights auf dem Weg dorthin. Und auch den Asadstausee wollte ich mir nicht entgehen lassen. Gott sei Dank haben sich die Befürchtungen nicht bewahrheitet.

Erster Stop war an der Burg Zenobia oder auch genannt Halabiha mit der Zwillingsburg Zalabiyah auf der anderen Seite des Euphrats.

Über kleine Strassen und an zahlreichen Dörfern mit Lehmbauten vorbei ging es entlang des Euphrats. Die Schwesterburgen liegen etwa 50km von Dair ar Zurr entfernt und sind durch eine Schwimmbrücke verbunden schon von weiten konnte man das rythmische Klappern hören, wenn ein Auto oder LKW die Brücke überquerten.

Durch die Dörfer
Durch die Dörfer

Zenobia oder auch Halabiyah
Zenobia oder auch Halabiyah

Schwimmbrücke
Schwimmbrücke

Schwimmbrücke
Schwimmbrücke

Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 281

Für Ortsunkundige

In Raqqa habe ich mich im Hotel Karnak einquartiert. Für immerhin um die 60;-Euro konnte man hier aber noch lange keinen europäischen Standard geniessen. Nicht dass ich den gebraucht hätte. Will damit eigentlich nur sagen, man sollte hier mit etwas höheren Preisen rechnen. Es gibt nur wenige Hotels und dementsprechend wird dass niedrige Bettenangebot ausgenutzt um die Preise etwas teurer zu halten.

Am nächsten Morgen ging es zum Asad Stausee.Der See ist das grösste stehende Gewässer Syriens und eine wahre Augenweide. Der See sichert die Stromzufuhr für ganz Syrien und ist der Stolz des Landes. Bis die Türken ihrerseits den Euphrat gestaut haben um Ihre Stromerzeugung ebenfalls dort zu gewinnen. Seitdem fliesst der Fluss zeitweise etwas spärlich…..

Direkt am See gelegen liegt die Burg Qualat Djabr. Das Ausflugsziel Nr.1 von Raqqa aus.

Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 291

Asad Stausee
Asad Stausee

Abendstimmung am Asad Stausee
Abendstimmung am Asad Stausee

Die Burg stammt wohl aus vorislamischer Zeit. Genaues weiss man nicht. Sie liegt in Traumhafter Lage und lockt am Wochenende zahlreiche Syrische Badegäste hierher. Besichtigen kann man sie für etwa 150 Lira.
Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 170

Auf nach Ar-Raffa

Den Staudamm selbst (etwa 4,2 km) darf man nur betreten, wenn man seine Ausweispapiere abgibt. Wohl aus Angst vor Spionage wird dies da so gehandhabt. Da ich grundsätzlich im Ausland meine Papiere nicht aus der Hand gebe und eine Kopie nicht ausreichend ist, komme ich nicht in den Genuss der Staumauer… aber dafür geniesse ich einfach die herrliche Ruhe und die idyllische Landschaft am See. Es lohnt auf jeden Fall den See teilweise zu umrunden. Auf kleinen Ausfallstrassen gelangt man immer wieder zum See, wo diese Strassen dann einfach im Wasser verschwinden..

Nun verlasse ich Ar Raqqah in Richtung Ath Thawrab. Kurz vorher biegt eine kleine teilweise asphaltierte Strasse in Richtung Al Rusafa ab. Die Pistenstücke sind gut zufahren und so biege ich mit der Dicken hier ab um der Ruinenstadt eine Besuch ab zu statten. Historisch, nach Palmyra, die bedeutenste antike Städte Syriens. Die Stadt war eine der wichtigsten byzantinischen Städte Syriens. 636 wurde es von den Muslimen erobert und entwickelte sich zu einem blühenden Handelszentrum. Nachdem die Mongolen die Stadt im 13. Jahrhundet entvölkert hatten, wurde sie erst im 17. Jahrhundert von Kaufleuten aus Aleppo wieder entdeckt. Seit Mitte des 20. Jahrhundert werden hier Grabungen durchgeführt

Al Rusafa
Al Rusafa

Al Rusafa
Al Rusafa

Al Rusafa
Al Rusafa

Al Rusafa
Al Rusafa

Urlaub Syrien Jordanie Teil 2 407

Grenzgebiet…einer von vielen Blicken zurück…

Von Ar-Rusafa sind es dann noch etwa 180 km bis Aleppo. Ab Mahdium etwa fängt es langsam an immer grüner zu werden. Die Wüste liegt nun hinter mir. In Aleppo quartiere ich mich im gleichen Hotel ein wie auf dem Hinweg. Ich geniesse noch einmal die Stadt und Ihre Atmosphäre. Nochmals erlebe ich das schwinden der Nerven im Verkehr so richtig hautnah 🙁 …..auch die Hilfsbereitschaft der Syrer darf ich noch mal in vollen Zügen geniessen, als meine Dicke am Morgen nicht anspringt. Schnell war mir klar, dass dieses Geräusch, dieses jämmerliche Orgeln bis dann ganz schnell gar kein Geräusch mehr da ist, nur die Batterie sein kann. Ich brauch noch nicht mal zu fragen ob mir jemand vielleicht überbrücken helfen könnte….schon steht ein Herr mit seinem uralten Laster neben mir und steckt ein paar Kabel an der Batterie fest. Leider ohne Erfolg. Schnell werden ein paar kräftige Kerle zusammengetrommelt und die Dicke und ich den Berg raufgeschoben (40 Grad Aussentemperatur!). Erst beim dritten Anlauf gelingt es den Motor zu starten.

Für lange Verabschiedungen und um mich natürlich auch zu bedanken bleibt keine Zeit. Jetzt müssen erst mal ein paar Kilometer gefahren werden bis die Batterie sich wieder geladen hat. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlasse ich die Stadt. Einerseits zu wissen, dass ein irre schöner Teil einer Reise zu Ende geht, andererseits steht ja der dritte Teil der Reise Kapadokien, Schwarzmeerküste und Istanbul noch bevor…. Ueber die Grenze bin ich in der Nähe von Kilis.

Diesmal dauerte der ganze Vorgang nur etwa eine halbe Stunde und es brauchte auch keine Hilfe eines Dolmetschers. Hätte ich gewusst was diesem wunderbaren Land bevorsteht, hätte ich mich noch mindestens dreimal mehr umgedreht.

Ich kann nur hoffen, dass der Krieg bald vorbei ist und die Menschen dort irgendwann wieder zur Ruhe kommen und unter guten Bedingungen zurück in Ihren Alltag finden. Ich würde so gerne wiederkommen!!

Kurzurlaub St.Margherita de Ligurie

Pfingsten am Meer

Blick auf st.Margherita
Blick auf st.Margherita

Das kleine ligurische Städchen liegt direkt am Meer und hat deutl.mehr touristisches Potential als ich vorher gedacht habe.Ein 5Sterne Hotel reiht sich an`s andere.Die dem kleinen Ort aber nichts seiner Atmosphäre rauben.

Um Ort und Umgebung zu erkunden durfte er:

Smarti mit Gepäck
Smarti mit Gepäck

natürlich nicht fehlen!Eine Ferienwohnung mit extrem wehnig Parkplatzmöglichkeiten da wurden dann nur noch die Velos bewegt.  Zum Beispiel auf der Uferstarsse nach Portefino.. ..

Uferstarsse
Uferstarsse

Portefino ist eine Kleine Ortschaft am SüdOst Zipfel einer kleinen  Halbinsel 30 km östlich von Genua. Ausgangspunkt für zahlreiche Wandermöglichkeiten ,da nicht nur das Auto sondern auch das Velo ab hier nicht mehr gestattet ist.

Blick auf Portefino
Blick auf Portefino

Über Rapallo ,dem 3 km Nachbarort geht es am nächsten Tag nach Zoagli.Ebenfalls direkt an der Küste liegt dieser kleine ligurische Ferienort.

Zoagli
Zoagli

D20160515_184917Die Die letzte Tour ging dann am Pfingstmontag nach Camogli.Etwa 10 km  von St.Margherita aus über eine weit über der Küste gelegene Strasse kommt man nach Camogli. Ein Küstenort,  sehr touristisch aber auch sehr schön mit viel Atmosphäre. Sehr vielen kleinen Läden mit Handwerhsarbeiten und….. eine Vielzahl an Gelaterias!!!

Natürlich durfte am Abend das  italienische Highlight nicht fehlen:20160515_205020